Museum auf dem Dachboden

Seit 1996 gibt es auf dem Dachboden der Eschdorfer Kirche ein Heimatmuseum. Angelehnt an die traditionellen Heimatstuben vermittelt es Einblicke in die Lebensverhältnisse im Dorf am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Mit Sachzeugen wie alten Möbeln, Öfen, landwirtschaftlichen Geräten und Gebrauchsgegenständen wurden u. a. eine Küche, ein Waschhaus, ein Schlaf- sowie ein Wohnzimmer nachempfunden.

Auch eine Schulbank mit Ranzen und Schulbüchern ist im Museum zu finden. Eine Ecke des Museums widmet sich den Arbeitsgeräten von Handwerkern aus dieser Zeit. All das wird durch verschiedene Dokumente und Urkunden ergänzt, in denen die Lebensweise der Eschdorfer anschaulich dargestellt wird. Viele Fotos belegen Dorffeste, Hochzeiten und Umzüge seit den 1930er Jahren.

Eine kleine Galerie zeigt Werke des Malers Willi Tag (1886-1980), der seine Motive schon vor dem Zweiten Weltkrieg in Eschdorf und Umgebung fand. Zahlreiche seiner Bilder sind Dauerleihgaben.

Der Vorraum des Museums geht auf die Baugeschichte der St.-Barbara-Kirche ein. Neben dem Deckel eines Taufsteins, der bis zum Jahr 1860 in Gebrauch war, und verschiedenen Ansichten der Kirche aus der Vergangenheit sind die Konfirmationsfotos nahezu aller Jahrgänge seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu besichtigen und zu bestaunen. Übersichten über die Eschdorfer Pfarrer (teilweise mit Fotos) und ihre Wirkungszeit ergänzen die Sammlung. Hier sind auch die originalen Umbaupläne des Dresdner Architekten Christian Friedrich Arnold für die St. Barbara-Kirche von 1886 ausgestellt.